Dienstag, 11 Juni 2013 20:45

Hafenlieder an Haifischbar

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Der Chor Jesowika stimmte das Publikum mit musikalischen Darbietungen voll maritimen Flairs auf das Hafenfest ein. Der Chor Jesowika stimmte das Publikum mit musikalischen Darbietungen voll maritimen Flairs auf das Hafenfest ein. Dagmar Fitschen

Kamerateam aus München besucht Hafenfest in Nartum für Dreharbeiten – Strandvergnügen im Mais

Bericht aus der Zevener Zeitung vom 11.06.2013 von Dagmar Fitschen

Die Mitglieder des Nartumer Hafenvereins haben dafür eine einfache Erklärung: „Wir hatten schon häufiger mal Diskussionen über den Klimawandel und seine Folgen. Irgendwie kam es dann so, dass wir fanden, darauf müsse man mal aufmerksam machen. Aber nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern anders. Und dass wir alle ein bisschen verrückt sind, glaubt uns jetzt wohl jeder,“ berichtet Hafenmeister und Vorstandsmitglied Hans-Dieter Stemmann. Anfang 2012 wurde der Verein gegründet und inzwischen hat er über 70 Mitglieder. Was aber am Sonntag in Nartum passiert ist, damit hat wohl niemand der Initiatoren gerechnet. Zwischen 300 und 400 Gäste aus Nartum, aber auch von außerhalb waren es, die das Spektakel rund um den Hafen und das Strandvergnügen mit ansehen wollten. Am Rande des Neubaugebietes „Im Sonnenwinkel“ wurde in den letzten Wochen kräftig gearbeitet. Erde wurde zu einem Deich aufgeschüttet und heller Sand als Strand angefahren. Im Laufe des Nachmittags kamen immer mehr Besucher und machten sich in dieser Kulisse aus Strandkörben und Sonnenschirmen mit Strandmuschel, Gummiboot & Co einen sonnigen Strandtag. Herrlicher Buddelspaß für die Kinder, also entspannte Stunden bei bestem Wetter für alle war angesagt. Aus der von Tobias Schierholz gebauten Haifischbar erklangen Hafenlieder. Für die kulinarischen Genüsse gab es themengerecht Backfisch mit Remoulade und der Chor Jesowieka trällerte fröhliche Seemannslieder.

Mittendrin das Hamburger Kamerateam und der Redakteur Sven Grammer der Münchner Produktionsfirma South and Browse, die das Spektakel filmten. Von insgesamt fünf Stunden Dreharbeiten werden nur wenige Minuten ausgestrahlt. Darauf sind nun alle Nartumer sehr stolz und auch gespannt. Neben dem Nartumer Hafenverein gibt es in der Sendung weitere Kuriositäten, wie zum Beispiel den Weltrekordhalter im Zuckertütensammeln aus Scheeßel. Angesichts der angespannten Lage aufgrund des Hochwassers an vielen Flüssen Deutschlands hatte der Hafenverein in den jüngsten Tagen starke Bedenken, den Klamauk zu veranstalten. Aber es In Seenot zu geraten, war mangels Wassers am Sonntag nicht möglich.war geplant, das Kamerateam konnte nicht mehr umbestellt werden – und an der brenzligen Lage in den Hochwassergebieten hätte es auch nichts geändert. Vielmehr sehen sich die Veranstalter bestätigt, dass die Natur nicht aufzuhalten ist – und es sei nun wirklich höchste Zeit, darüber nachzudenken und aktiv zu werden. Immerhin – vielleicht regt der Hafenverein zusätzlich zu den Ereignissen zu solchen Überlegungen an – und dann sei schon eine Menge erreicht. Die Summe der Erlöse stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest. „Wir hoffen, dass ein kleines Sümmchen zusammengekommen ist, denn das Geld soll den Opfern der Flutkatastrophe gespendet werden“, berichtete Kassenwart Dieter Hatwig.

SylviaStrandvergnuegen

Besucher loben Hafenfest in Nartum

Auch die Besucher des Nartumer Hafenfestes waren voll des Lobes über die gelungene Veranstaltung. So meinte beispielsweise Sylvia Hübner (Foto): „Also zum Hafenverein muss ich sagen: Ich find‘ den gut. Ich gönn’s den RedakteurStrandvergnuegenMännern. Und ich find’s auch ganz wichtig, dass die Männer sich mal um alles kümmern müssen. Und zum Thema Hochwasser würde ich gern noch was sagen: Ich finde es auch wichtig, über den Tellerrand zu gucken und den Blick auf die aktuellen Ereignisse zu richten. Das, was theoretisch passieren kann, sollte in Betracht gezogen werden. Auch wenn 40 Meter über Normal Null uns viel erscheinen. Die Natur zeigt doch gerade, dass ihr solche Meterzahlen egal sind. Dennoch: Das Strandvergnügen heute ist ein super Fest und stärkt den Gemeinschaftssinn – und das finde ich wichtig.“ Redakteur Sven Grammer (Foto) aus München, der mit dem Hamburger Kamerateam unterwegs ist, meinte: „Das Planquadrat ist ein neues Format, in dem wir ein Feuerwerk der Informationen liefern wollen. Das, was sich die Nartumer hier überlegt haben, ist schon irre. Und die vielen Leute, die mitmachen. Hammergeil! Insgesamt würde ich sagen: Überraschend, sympathisch und originell.“ (df)

 

Gelesen 1815 mal Letzte Änderung am Samstag, 08 August 2015 10:43