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Montag, 21 September 2015 19:36

Jede Menge Seemannsgarn

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In Nartum herrschte eine hervorragende Stimmung, als die U-Boot-Freunde aus Bayern im Nartumer Hafen eintrafen. In Nartum herrschte eine hervorragende Stimmung, als die U-Boot-Freunde aus Bayern im Nartumer Hafen eintrafen. Dagmar Fitschen

Viertes Nartumer Hafenfest mit Gänsehautgarantie – Spatenstich, Feuerschlucker und viel Humor

Bericht aus der Zevener Zeitung vom 21.09.2015

Text und Bilder von Dagmar Fitschen

Käpt’n Blaubär hätte es nicht toppen können: Die U-Boot- Freunde-Oberegg und der Nartumer Hafenverein spannen am vergangenen Wochenende nicht nur jede Menge Seemannsgarn, sondern knüpften ein festes Band der Freundschaft. Der vierte Hafengeburtstag des Nartumer Hafens war nicht nur in humoristischer Sicht ein voller Erfolg.

Als am Sonnabend um 15 Uhr ein als Bus getarntes U-Boot in den Nartumer Hafen einlief, war der lang ersehnte Augenblick gekommen, auf den alle Beteiligten lange hingefiebert hatten. Die meisten Besucher hatten spätestens jetzt Gänsehaut, wenn nicht sogar Tränen in den Augen, als am Bug der Anker geworfen wurde und mittschiffs über 60 fröhliche Männer in bayrischen Lederhosen mit zünftiger Musik über die Gangway das U-Boot verließen.20150919 DSC 2172fb 1U-Boot-Freund „Rudi“ zeigte seine spektakuläre Feuershow an der Haifischbar vor dem Leuchtturm.

Eigens für das Einlaufen in den Hafen haben die Freunde aus Oberegg auf ihrer Fahrt in den Norden mehrere Übungen zum Werfen und Lichten des Ankers unternommen. Das sorgte zum Beispiel auf der Raststätte Grundbergsee schon für Aufsehen. Der Zevener Shanty-Chor Windjammer und viele Besucher des Hafenfestes hießen die Gäste herzlich willkommen.

Philipp Dreher alias „Herr Kaleu“ hielt eine feierliche Rede und freute sich sehr darüber, mit dem Nartumer Hafenverein einen ebenso verrückten Verein gefunden haben. So wurde gleich zu Beginn der Feierlichkeiten die Freundschaftsflagge am Nartumer Hafenmast gehisst. Sodann folgte der erste Spatenstich für das Nartumer Gezeitenkraftwerk. Der gesamte Nachmittag und Abend im Zelt war gespickt mit gegenseitigen Aufmerksamkeiten und geprägt von einer feierlichen Stimmung.

Das kulinarische Angebot bestand unter anderem aus, typisch norddeutsch, geräuchertem Fisch und Fischbrötchen, während die Freunde aus Bayern mit Allgäuer Käsespätzle aufwarteten. Vor Einbruch der Dunkelheit zeigte ein U-Boot-Freund seine spektakuläre Feuershow an der Haifischbar.

Als musikalisches Schmankerl sorgte die tags zuvor angereiste bayrische Band „Grandmothers Groove“ für schwingende Tanzbeine und super Stimmung. Die Feier hielt bis in die Morgenstunden an.

Aufgrund hohen Feuchtigkeitsaufkommens im Hafen war die eine oder andere Schlagseite nicht ganz zu vermeiden. Doch nach einem deftigen Frühstück waren auch die Leck geschlagenen UBootfahrer bereit für das erneute Bezwingen der Nord-Süd-Passage. Dann hieß es: Anker lichten, Leinen los – und nach herzlichem Abschied verließen die Freunde den Nartumer Hafen.

20150919 DSC 2034fb 1Erster Spatenstich mit goldenem Arbeitsgerät am Nartumer Gezeitenkraftwerk: Tobias Schierholz, Lars Rosebrock, Jürgen Husemann, Hans Dieter Stemmann, Frank Jagels und Philipp Dreher (von links) haben Freude.

Gelesen 2900 mal Letzte Änderung am Donnerstag, 15 Oktober 2015 19:42
Frank Jagels